Ich statt man

Manchmal erwartet man Nähe,
erhält doch Distanz,
erhält atemlos nahtlos erdrückende Nähte,
tanzt unerkannt dissonant.

Man sollte manchmal Mandalas malen,
sich umsorgend umkreisen,
in leisen Linien Sorgen
lahmer mahlend geborgen.

Manchmal trennt man sich –
unerhört! Ungestört zuhören.
Wände bergen Wenden,
winden sich, verbinden sich.

Man sollte Sandalen in Händen,
Zehen im Sand lassen,
den Verstand barfuß ziehen,
das gestrandete Herz suchen lassen.

Gerade ist man noch verbogen,
gerade noch verborgen,
gerade noch gerade gebogen,
wird, was Wand war, zum Bogen.

Man sollte viel leichter Ich sagen,
sich öfter fragen,
ob es vielleicht viel leichter ist,
wenn man viel öfter leichter ist.

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