Mein Beitrag für „Fridays for Future“ #1

Dieses Gedicht habe ich vor mehr als 25 Jahren geschrieben und es wurde Weihnachten 1993 in unserer Lokalzeitung abgedruckt. Ich war damals 11 Jahre alt. Schon damals eine hoffnungslose Weltverbessererin.

Von heute an werde ich jeden Donnerstag einen Text aus meiner Jugend veröffentlichen, um meine Solidarität mit der „Fridays for Future“-Bewegung zu zeigen. Um jungen und allen anderen Menschen Mut zu machen, gegen alle inneren und äußeren Widerstände zu kämpfen für eine bessere Zukunft! Ihr seid nicht allein! Kämpft weiter! Ich kämpfe mit euch!

Eure Lichtrosenkriegerin

Die Erde, der blaue Planet

Unsere Erde, der „blaue Planet“
hat viele Wunden, und keinen der sie näht.
Aus der einen Wunde steigt empor
ein Land, das seinen Glanz verlor.
Jugoslawien – Krieg und Kampf sind dort.
Nun ist es ein sehr schlimmer Ort.
Auch andere Gegenden, wo Furcht und Schrecken
herrschen, gibt an ganz vielen Flecken.
Diebstahl begehen viele Leute,
klauen, rauben fette Beute.
Das ist schlecht und gar nicht fair,
denn es schadet andern sehr.
Über dies kann ich auch nicht lachen:
Töten um Profit zu machen.
Andre kommen dann in Not!
Hör ich so was, seh‘ ich rot!
Mord und Waffen sind nicht gut.
Da krieg ich wirklich eine Wut.
Jeder weiß, wie gemein die Menschen sind,
doch weiß ich, das Gute nur gewinnt.
Wir kämpfen gegen solche Schande an.
Ihr werdet seh’n, es dauert nicht mehr lang.
Dann gibt es nur noch Gutes auf der Welt,
wo es allen Menschen dann gefällt.


Wie kam ich darauf, eine „Fridays for Future“-Serie zu starten?

Weiterführende Links findet ihr unten.

Jeden Freitag passiert gerade etwas Großartiges auf der Welt. Es begann in Schweden mit einer einzigen 16-jährigen Klimaaktivistin Greta Thunberg, die vor schierer Zukunftsangst krank geworden ist. Aus einer ganz realen Angst davor, dass die Menschheit den Ast, auf dem sie seit Jahrtausenden sitzt, irreparabel kaputtsägt. Greta wurde krank aus Angst davor, dass unser Klima kippen wird, dass Ökosysteme kippen werden, dass ganze Erdteile unbewohnbar werden, dass noch mehr Kriege ausbrechen, dass wir, die Menschheit, unseren Planeten für uns selbst langfristig unbewohnbar machen.

Was hat Greta Thunberg aus ihrer blutjungen Lebenskrise geführt? Ein unerschrockenes und unerschütterliches politisches Engagement für eine radikale Wende in der Politik: für radikalen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, für einen Planeten, auf dem 8 Milliarden Menschen in Frieden und auskömmlich leben können. (Wie das geht, legt im Übrigen u.a. Felix zu Löwenstein in seinen Büchern vor.) Greta begann jeden Freitag – ganz allein – vor dem schwedischen Reichstag für das Klima zu demonstrieren. Das war im August 2018.

Inzwischen ist daraus eine weltweite Jugendbewegung unter dem Titel „Fridays for Future“ (FFF) geworden und Greta wurde sogar für den Friedensnobelpreis nominiert. Über Social Media verfolge ich Gretas Engagement und die Entwicklung der Bewegung schon seit mehreren Monaten mit Begeisterung. Am 15. März 2019 feierte FFF seinen bisherigen Höhepunkt mit mehr als 2000 Protestveranstaltungen in mehr als 120 Ländern weltweit uns insgesamt mehreren Hunderttausend Teilnehmenden. Einige Quellen sprechen sogar von einer Million. Als ich dies am Morgen des 16. März auf Facebook las, kamen mir Tränen der Rührung.

Und ich dachte mir, es kann kein Zufall sein, dass du gerade jetzt deinen Blog gestartet hast. Dass du gerade jetzt die alten Gedichte und Geschichte deines jugendlichen Selbsts aus dem Schuhkarton gekramt hast und voller Ehrfurcht und Empathie für dein inneres Kind versuchst, etwas von deinem damaligen unerschrockenen Kampfgeist zurückzugewinnen. Zurückzufinden zu der jungen Dame, für die aus dem Rahmen zu fallen und sich damit auch unbeliebt zu machen, völlig in Ordnung war, so lange es doch dem Kampf für eine bessere Welt galt. Schlicht und einfach. Kindlich naiv würden manche sagen. Juvenil genial sage ich. Und schon längst gibt es auch die „Scientists for Future“, die sich auf die Seite der Jungen schlagen. Denn: Wir haben weder einen Plan B, noch einen Planeten B.

Weiterführende Links:

Fridays for Future Deutschland

Interview zur jungen Geschichte von Greta Thunberg

Die Tagesschau über die FFF-Demos am 15.03.2019

Deutschlandfunk über die FFF-Demos am 15.03.2019

Homepage der Scientists for Future

Buch-Tipps:

Felix zu Löwenstein „Food Crash“ und „Es ist genug da. Für alle.“

2 Kommentare zu „Mein Beitrag für „Fridays for Future“ #1

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